Freitag, 31. Januar 2014

Inspiration im Vintage-Style oder die grosse Transformation eines Holzbrettes aus Übersee - Teil 1


Wer zufälligerweise schon mal einen Motor aus den USA "hinüber geschippert" bekommen hat, der hat bestimmt auch bereits mal einen Bretterverschlag in Empfang genommen und ihn dann rumstehen gehabt;). 

So dachte ich mir: Einfach zu schade, um diese schönen Brettchen wegzuschmeissen oder zu verbrennen! Daraus lässt sich bestimmt etwas Tolles machen. Kurz und gut - nachdem das Gestell und die Bretter von den Nägeln befreit wurden, krallte ich mir das erstbeste Brett und brütete mein nächstes Projekt aus. Irgendetwas Vintagemässiges mit einem mutmachenden Inspirations-Text! Hier die Fotostory dazu:



Nach dem Anschleifen des Brettes fand sich auf unserem Estrich noch ein Restposten Farbe von unserem Umbau in Kupfer und Braun. Einfach perfekt für mein Vintage-Inspirations-Projekt!



























Das Kupfer dient als Grundlage, damit das Ganze später so richtig "alt" aussieht. Nach dem Auftragen und Trocknen des Krakelierlackes (den es unbedingt dazu braucht damit es eben so rissig daherkommt) erhält das gute Stück einen braunen Lackanstrich und unmittelbar danach erscheinen bereits die ersten Risse.... ein eeeecht spannendes Ereignis!




























Für die Fototransfer-Technik (so im Fachjargon) benutze ich den Text aus einer antiken und gewichtigen "Heiligen Schrift", wie man damals diese altehrwürdige Bibel nannte! Der erste Eintrag in der Familienchronik stammt aus dem Jahr 1875 ... handgeschrieben von den Urgrosseltern meines lieben Schatzes.... tja und wir sind ja auch keine Teenager mehr;). 

Was würden unsere Vorfahren wohl denken, wenn sie wüssten, was ich mit diesem Familienerbstück so alles anstelle. Mir gefällt diese archaische Schrift und Sprache... es hat so etwas "Powervolles"!



























Der Text aus dem Alten Testament aus Jesaja 43,1ff und 43,18ff fotografiert, gespiegelt und ausgedruckt wird spiegelverkehrt mit dem entsprechenden Medium auf die vorbereitete Grundlage transferiert.



























Bei meinen Kreativprojekten - so muss ich zugeben - steht die Geduld nicht wirklich an der obersten Stelle ich werde immer ganz hibbelig! Trotzdem, jetzt muss ich zuerst warten, bis alles gut getrocknet ist. Erst dann kann ich das Papier anfeuchten und dann gehts los mit dem "Papier-Weg-Rubbeln".... auch dieser Prozess geht nicht ganz ohne den dafür notwendigen Durchhaltewillen. Es zeichnet sich aber trotzdem bald ab, dass sich das Bild gut übertragen liess... der Text ist - wie zu erwarten war - recht dunkel - und auch so gewollt.









Die seidenmatte Acryllackierung bewirkt nun auch, dass der Bibeltext besser zur Geltung kommt und der kaum wahrnehmbare Papierfilm verschwindet praktisch restlos. Bei einer erneuten Lackierung des endgültigen Kunstwerkes werden auch noch die übrigen "Schatten" verschwinden:).



Meinen handgeschriebenen Inspirationstext platziere ich mittels Papierzettelchen auf die Grundlage um das richtige Gefühl der Schriftgrösse zu erlangen. Dann schreibe ich mit einem speziellen Kalligraphiestift mehr oder weniger mutig den Text direkt auf das Brett, was sich als eine grosse kleinere Herausforderung darstellt, denn das gute Stück verfügt immer noch über die entsprechende Holzstruktur.

Das seitlich naturbelassene, rohe Holz wird mit einem Hauch von Goldpatina versehen und nochmals angeschliffen, damit es auch dort den entsprechenden Vintage-Look erhält. Auch die Ränder des Bibel-Textes erhalten noch einen "Touch of Gold". 





























Tadaaaaa...! Na ja, so schnell, wie Ihr jetzt den Text gelesen und die Fotos angeschaut habt, ging es nun doch auch nicht.... aber trotzdem.... fertig ist jetzt das gute Vintage-Unikat! ....Und ich freue mich riesig darüber!!!

Mutmachend - denn, wie steht es so schön! You are never too old to set another Goal or to dream a new Dream..... oder zu gut Deutsch: DU bist nie zu alt, um Dir ein neues ZIEL zu setzen oder einen neuen TRAUM zu träumen..... Dieses Zitat stammt von C.S. Lewis!

Hahh.... und bevor ich "Tschüss" sage.... noch 'was in eigener Sache: Wer gut aufgepasst hat, bemerkte vielleicht schon beim Lesen des Titels, dass dieser Blogeintrag "Teil 1" war! ......ich will es noch ein wenig spannend machen...... "Teil 2" kommt bald....:)


With lots of LOVE....




Mittwoch, 4. Dezember 2013

"Pimp" my "Blumengestell".... it's time for a change.... vom braven Blumentischlein zur asiatischen Augenweide!

...oder wie man ein antiquarisches Holzgestell zu einem stylishen "ASIAN SHABBY CHIC" Vintage-Unikat aufmöbelt.......! "HOME CHIC HOME"!


Inspiriert von meinen Reisen nach Thailand - wie man unschwer auch auf einem meiner ersten Blogeinträge  erkennen kann - bin ich ganz und gar dem fernöstlichen Wohnstil verfallen!

Dieses nostalgische Möbel ergatterte ich in Seewen auf einem Bauernflomi! Es stand wohl in einem altehrwürdigen Bauernhaus und verhalf einem rustikalen Keramiktopf mit üppiger Blumenbemalung zu luftiger Aussicht! 


Zugegeben, ganz so rustikal sieht es nicht aus, daraus lässt sich doch bestimmt etwas machen?

So dachte ich mir, dass es mit seiner Schlichtheit doch etwas "japanisch" aussieht...., es benötigt doch lediglich ein paar Handgriffe mit Schleifpapier, Pinsel und Farbe und fertig ist das neue ASIAN-VINTAGE-UNIKAT!




Es vergingen jedoch noch gute 2 Jahre bis ich mich dem Relikt aus vergangener Zeit widmen konnte.... und zusammengezählt doch nur ein paar wenige 1/4 Stunden bis das gute Stück diese Metamorphose überstand. 





Allerdings muss ich zugeben, dass die Zeit mit schleifen, malen und warten, bis die Farbe trocknete....., erneut schleifen...., malen.... und schleifen mehr Geduld erforderte, als ich anfänglich dachte;).



Auf Rot folgt Braun..... nicht zu dick mit dem Roller aufgetragen!






Die Spannung steigt mit jedem weiteren Bearbeitungsschritt. Um dem ganzen Möbeli einen "USED-LOOK":D zu verpassen, schleife ich speziell die Kanten nochmals.




Jetzt fehlt nur noch ein "Hauch von Gold". Verdünnt mit etwas Wasser trage ich mit einem Pinsel diese letzte Farbschicht auf.



Bevor die Farbe jedoch trocknet, entferne ich mit einem feuchten Lappen wieder etwas davon. So entsteht dieses fernöstlich angehauchte  Einzelstück!




Nach dem letzten Trocknungsprozess dürfen meine Orchideen diesen Ehrenplatz einnehmen! Jippeii..... nicht nur dieses exotische Gewächs freuts:)!






Die Zimmer streiten sich um das nun vollendete Asian-Unikat.... es passt einfach überall hin! Ein wahrer Hingucker!




Ich freue mich schon jetzt auf mein nächstes Projekt.... :)!



                            ....also hoffentlich bis bald, 
                                            herzlichst.....



Mittwoch, 16. Oktober 2013

Willkommen im Herbst oder ein Ausflug in die idyllischen Rebberge....!



Hallo..... goldener Oktober 😉


Wenn die Tage im Eiltempo kürzer werden, es draussen neblig ist, nicht nur die Blätter von den Bäumen sondern auch die Temperaturen spürbar fallen und man bei Dunkelheit zur Arbeit geht und bei solcher auch wieder heimkehrt...... dann ist der Herbst definitiv auch bei uns angekommen! 

























Trotz alledem.... in diesem Jahr werden wir für unseren vergangenen, langen Winter nicht nur mit einem genialen Sommer sondern mindestens auch mit ein paar goldenen Herbsttagen beschenkt! 


Immerhin - die ersten Tage im Oktober waren richtig vielversprechend! Und vielleicht steht uns noch ein schöner Altweibersommer bevor! Die Blätter beginnen sich ja erst jetzt so richtig herbstlich zu verfärben...... so ganz nach dem Motto: "Jetzt wird's bunt!"


All zu gerne erinnere ich mich an einen besonders wundervollen Ausflug in die Kluser Rebberge in Aesch in der vorletzen Woche und ich möchte einfach die Bilder für sich sprechen lassen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte!































Dem Weinwanderweg entlang.... die Trauben warten geduldig darauf, gelesen zu werden! Das "Herbsten" ist der Höhepunkt im Rebjahr.


Die Traubenlese steht kurz bevor und die Winzer schieben sie so lange wie möglich hinaus, um den Qualität des Weines zu steigern! Frühe Sorten wie der Riesling-Sylvaner erreichen ihre Vollreife etwa Ende September - die Hauptsorte Blauburgunder und manche Spezialitäten meistens erst gegen Ende Oktober.


















Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben. Wer bei mir bleibt, so wie ich bei ihm bleibe, der trägt viel Frucht! Denn ohne mich könnt ihr nichts ausrichten. Joh. 15,5





















Inmitten dieser idyllischen Landschaft finden sich "kleine und grosse Surprisli"!




































Dieses verträumte Winzerbeizli steht inmitten der vollbehangenen Reben und wir finden sogar noch Platz! Kaum zu glauben!

























Ja gewiss, es ist bestimmt nicht Wellness-Food! Aber zweifellos der Inbegriff von purer Gemütlichkeit wenn's bei mir um einen Ausflug in die Berge geht... und wenn dann noch ein guter Tropfen Wein im Glas ist...... mmmmhhh.... einfach perfekt! Der Tag ist gerettet!






















Einmal mehr muss ich einfach erkennen, dass ich keine Ahnung habe, um welches Gewächs es sich hier handelt... irgendwie ulkig;)!


Beim Durchstöbern meiner wöchentlichen Zeitungen habe ich sogar noch ein passendes Rezept zum "Nachbacken" gefunden, eine Traubentorte! 






Tarte tatin aux raisins


Zutaten
Für eine Kuchen-Form mit 26 cm Durchmesser.
  • 1 Kuchenteig
  • 1 grössere Traube
  • ca. 3 EL Zucker
  • ca. 20 gr Butter
  • geröstete Mandelsplitter
  • eine Bio-Zitrone



Zubereitung

Form mit Backtrennpapier auslegen, mit ca. 3 EL Zucker bestreuen und bei 200°C langsam schmelzen, danach aus dem Ofen nehmen und die Butter zugeben. Halbierte Trauben mit Schnittfläche nach unten in die Form setzen. Den ausgewallten Teig drauflegen und den Rand verschliessen. Mit Gabel einstechen und ca. 30 Min. bei 200°C in der Ofenmitte backen. Nach der Backzeit ca. 10 Min. auskühlen lassen und dann auf eine Kuchenplatte stürzen. Mit den gerösteten Mandelsplittern und etwas abgeriebener Zitronenschale bestreuen.




Also, wenn ich Euch jetzt nicht "gluschtig" gemacht habe, dann weiss ich echt nicht;)..... dies vertreibt bestimmt jede Nieselwetterstimmung!


Die Aescher Rebwächter laden übrigens regelmässig in ihre Eigengewächswirtschaften inmitten der Aescher Rebberge ein! Ein Besuch lohn sich auf jeden Fall, die Wetterprognosen für das nächste Wochenende sind ja nicht schlecht! Also nichts wie los.... und geniesst die letzten "Altweibersommertage"! Psssst.... der nächste Winter kommt bestimmt!




                                                    Liebi Grüessli und bis bald...